Wir möchten mit diesem Internetauftritt die Idee für ein Naturschutzgroßprojekt zur Renaturierung der Donau auf den Weg bringen, das in einem grenzüberschreitenden europäischen Biosphärengebiet FLUSSLANDSCHAFT DONAU mit integriertem Hochwasserschutz und Tourismusförderung verwirklicht werden soll.
Zielsetzung ist es, ein Gesamtkonzept für einen großen europäischen Strom, die Donau, herzustellen und verschiedene Interessen in Einklang zu bringen:
- HOCHWASSERSCHUTZ
- WIRTSCHAFT
- TOURISMUS
- KULTUR
- NATURSCHUTZ
In unserem Großschutzprojekt vertreten wir die Auffassung, dass ein freier und renaturierter Fluss ein Reichtum ist, der zu bedeutenden regionalökonomischen und -ökologischen Effekten in einem europäischen Netzwerk beiträgt. Um dieses große Naturerbe als Stärke nutzen zu können, sollten wir
„unsere Heimat, unseren Fluss, unseren Lebensraum“
auf eine neue Art von Verständnis und neue Arten von Beziehungen und Formen der Zusammenarbeit und Partnerschaft mit den Nachbarländern in der Europäischen Union ausrichten.
Europaschutzgebiet – „Oberes Donautal“ in Oberösterreich
Europaschutzgebiet – „Donauengtal“ in Bayern“
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In besonderem Maße ist für die Donauregion in Niederbayern die Synergie zu nutzen zwischen der Verbindung „NATIONALPARK BAYERISCHER WALD“, dem Imageträger der Region und einem „BIOSPHÄRENGEBIET FLUSSLANDSCHAFT DONAU“ ein zweites großes Schutzgebiet-Projekt.
Die ILZ kann hier mit ihrem vielfältigen Fluss-System die Verbindungsachse zwischen Nationalpark Bayerischer Wald und Donauraum bilden.
Naturlandschaften gewinnen in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Mit der Dachmarke Nationale Naturlandschaften hat der Verband der Großschutzgebiete Deutschland eine Plattform geschaffen, mit der große Schutzgebiete in ihrer Aussagekraft und ihren wechselseitigen positiven Auswirkungen wahrgenommen und positiv eingestuft werden können.
Außer dem segensreichen Nutzen für die Biosphäre und das Klima suchen Menschen heute wilde Natur als Erholung, Erlebnis und als Wert an sich. Und das wiederum schafft Arbeitsplätze und wesentliche regionalökonomische Impulse, wie aktuelle Studien zu marktorientierter Tourismusforschung konkret belegen.
Das Landschaftsbild
Wir wollen den Charakter der Flusslandschaft Donau bewahren. In vielen Ländern der Erde sind Großschutzgebiete mit ihrer ursprünglichen Natur die nationalen touristischen Highlights schlechthin. Deutschland sollte dieses Kapital wahrnehmen und einsetzen, zumal Fließgewässer und Feuchtgebiete unschätzbar kostbare Lebensräume sind. In Anbetracht ihres hohen ökologischen, kulturellen und sozio-ökonomischen Wertes ist somit die nachhaltige Nutzung dieser Lebensräume auf dem gesamten Planeten von höchster Bedeutung.
Der Begriff Nachhaltigkeit sollte zu entsprechenden Handlungen führen, die durch geeignete „Ökosystem-Modelle“ und „Ecological Engineering“ gesteuert werden.
Mit der Marke „GRENZÜBERSCHREITENDES BIOSPHÄRENGEBIET“ ist ein richtungsweisender Ansatz für den Umgang mit europäischen Flüssen initiiert.
Die darin enthaltene Strategie:
bei den entscheidenden Standortfaktoren Boden und Wasser fanden wirtschaftliche Optimierungen statt, die den Lebensräumen nicht zuträglich waren. Politker und Weltführer sind mehr an finanziellem Wachstum interessiert.
Es braucht eher kleine Anstöße durch den Menschen, um große Veränderung zu erzielen wie einen Fluss freier fließen zu lassen, den Wildnischarakter eines Waldes zuzulassen, Feld/Wiese biologisch zu bewirtschaften, auf das Tierwohl zu achten und nebenbei vielfältigere paradiesischere Ökosysteme hervorzubringen.
„Das Hauptanliegen des heutigen Naturschutzes ist nicht, die Menschen möglichst von der Natur fernzuhalten, vielmehr, dass wir wieder mit Natur vertrauter werden. Mit ihr zu leben heißt auch von ihr zu leben.“
S. G. Fleischhauer, aus Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen
„Die Funktionstüchtigkeit der Biosphäre der Erde – als Lebensraum von uns Menschen – wird entscheidend durch die bislang noch nicht genutzten, noch nicht wesentlich beeinträchtigten Ökosysteme gewährleistet … Die wachsenden Bedürfnisse einer wachsenden Menschheit zu befriedigen und dabei gleichzeitig den Naturhaushalt als überlebens-notwendige Grundlage für unser Fortbestehen zu sichern, stellen gegenwärtig für die menschliche Zivilisation die wohl größten Herausforderungen dar, die immer weniger von nationalen Regierungen zu bewältigen sind.“
Prof. Dr. Succow / Dr. Jeschke (2008) aus: Thesen zu Mensch und Natur
Die letzten Wildflusslandschaften
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Isar | Lech | Tagliamento |
Die Bilder zeigen Flüsse in ihrer natürlichen Ausprägung und Schönheit.
Dies ist ein faszinierendes Plädoyer wie Landschaft und Fluss miteinander harmonieren.